Gras, das zum Trocknen über die Heinzen gehängt wurde. Erst wenn das Gras trocken ist, nennt man es Heu.
Gras, das zum Trocknen über die Heinzen gehängt wurde. Erst wenn das Gras trocken ist, nennt man es Heu.

Heuen früher – eine wahre Kunst


Heuen ist und war wetterabhängig, jedoch kann der Bauer heute, wenn dunkle Wolken aufziehen, immer noch Silo aus dem geschnitten Gras machen, was früher noch nicht möglich war. Wenn das Gras geschnitten worden war und es lange regnete, wurde das Heu «rot» und für die Kühe ungeniessbar. Dieses rote Heu wurde Fuchs genannt. Wenn es wirklich mal dazu kam, dass das Heu zum
Fuchs wurde, mischte der Bauer das gute Heu darunter, sodass die Kühe es dennoch frassen. Nach dem Heuen im Dorf begann das Heuen in den Maiensässen. Die Männer stiegen in der Früh hinauf zu den Maiensässen, um das Gras zu mähen. Wenn die ersten Sonnenstrahlen den Talboden erreichten, assen die Mäher ihr Frühstück. Kurze Zeit später trafen die Frauen mit Kind und Kegel beim Maiensäss ein. Die Frauen und Kinder waren fürs Verzetten des Heues zuständig. Dieses Handwerk soll gelernt sein. Mit einer Heugabel wird ein Heuhaufen aufgegabelt und in die Höhe geworfen und zwar so, dass es keine Haufen mehr gibt und das Gras gut trocknen kann. Zwischendurch gab es Mittagessen und um drei Uhr war das Heu meist getrocknet. Es wurde vom Bauern geschickt mit einem Seil zusammengebunden und auf den Heustall gebracht. Nach der Arbeit gab es ein währschaftes Nachtessen mit Brot, Konfitüre, Käse und Speck.

 

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