Schönes Haus auf Pardels
Schönes Haus auf Pardels

Mundartwörterbuch – Sprachmerkmale im Prättigau


Im 13. und 14. Jahrhundert wanderten viele Walser aus dem Wallis ins Prättigau ein. So vermischte sich das Romanisch der damaligen Prättigauer mit dem immer häufiger gesprochenen Deutsch und dem Walliser Dialekt der Walser.Im Vergleich zum typischen Churer Dialekt, für welchen Graubünden vor allem bekannt ist, fällt auf, dass das dominante «K» des Churer Dialekts im Prättigau oft als «ch» ausgesprochen wird. Eine Kuh wird in Chur «Kuah» genannt, bei uns im Prättigau sagt man hingegen «Chuä». Ebenfalls hört sich das «A» des Prättigauers etwas mehr nach «O» an. Ein sehr markanter Laut des Prättigauer Dialekt ist das langgezogene «ii», welches oft anstelle des Lauts «ei» gebraucht wird ( drii = drei; schniijä = schneien...)

 

Einige Begriffe, die Sie eventuell von Einheimischen hören:
Tannächriis = Reisig, kleine Tannenäste mit Nadeln dran

Dörfji = kleines Dorf
Düüchli = Dunkelheit
fiserlä = nieseln
Ggumpä = Pfütze
Chuätaischä = Kuhfladen
Schnuuzneedli = Taschentuch
obschi = aufwärts
mööggä = klagendes Rufen des Viehs
muolä = donnern
Hüschi = Kleines Haus
Ggugger = Kuckuck
Ggragg = Krähe
Mälcheti = Ort, wo die Kühe gemolken wurden

 

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